LKN
Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz, Tönning
Ansprechpartner: Jörn Kohlus
Schloßgarten 1
25829 Tönning
www.schleswig-holstein.de/LKN

Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz

Das Wattenmeer zwischen Den Helder in den Niederlanden und dem dänischen Esbjerg ist die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Welt und eines der letzten Gebiete in Europa, in der Natur sich noch weitgehend vom Menschen unbeeinflusst entwickeln kann. Damit dies so bleibt, erklärten die deutschen Küstenländer es zum Nationalpark: 1985 das schleswig-holsteinische Wattenmeer, 1986 das niedersächsische und 1990 das hamburgische Wattenmeer. Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist der größte in Deutschland und die Besonderheit des Gebietes führte zudem zur Anerkennung bzw. zum Schutz als:

  •     Vogelschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet der EU
  •     Besonders empfindliches Meeresgebiet der Internationalen Schifffahrtsorganisation (PSSA)
  •     Feuchtgebiet internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention
  •     Biosphärenreservat der UNESCO
  •     Weltnaturerbe der UNESCO (Wattenmeer incl. den Niederlanden und Deutschland)

Die zuständige Verwaltung in Schleswig-Holstein ist der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN-SH).. Das LKN-SH ist auch der Dienstleister Schleswig-Holsteins für den Küstenschutz an Nord- und Ostsee mit seinen vorgelagerten Inseln und Halligen, für den Hochwasserschutz an der Elbe, die Gefahrenabwehr und Gewässerunterhaltung auf den Gewässern I. Ordnung und für den Bau, den Betrieb, die Verwaltung und die Instandhaltung der landeseigenen Häfen mit einem gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienst sowie einem zentralen Wach- und Warndienst der Wasserwirtschaft.

Die Nationalparkverwaltung im LKN-SH ist zuständig für Schutz-, Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen, die Erfassung des Zustandes der Schutzgüter (Monitoring), die Erteilung von Ausnahmen und Befreiungen, die Forschungskoordination sowie für Informations- und Umweltbildungsarbeit. Sie war bereits von Beginn an Partnerinstitution der NOKIS Projekte, welche eine erste kooperative intersektorale Dateninfrastruktur von Bund- und Ländern im Küstenraum schafften und einen zentralen Ausgangspunkt für die Marine-Dateninfrastruktur bilden. Aufgaben bei der Entwicklung der zugehörigen Dateninfrastruktur und Softwarekomponenten und der Aufbau eines Küstengazetteers wurden in der Nationalparkverwaltung NOKIS bearbeitet.

Mit der Beteiligung an der MDI-DE soll die Umsetzung gesetzlich geforderter Berichts- und Informationspflichten aus Umweltinformationsgesetz, Meeresstrategierahmenrichtlinie, Natura 2000, INSPIRE und den daraus verpflichtenden Monitoringaufgaben unterstützt werden.

Schwerpunkt der Arbeit im Vorhaben MDI-DE ist die Entwicklung eines Prototyps für Infrastrukturknoten, die Entwicklung exemplarischer Services automatisierter Bewertungsverfahren und der Aufbau des Küstengazetteers. Es ist beabsichtigt den Knoten zusammen mit dem Partner LLUR zu betreiben und damit die Küstendaten für Schleswig-Holstein an einem Punkt zusammenzuführen.