Marine Dateninfrastruktur Deutschland

MDI-DE NetzwerkZiel des Vorhabens ist, Daten und Informationen aus dem Küsteningenieurwesen, dem Küstengewässer-schutz, dem Meeresumweltschutz und dem Meeresnaturschutz über ein gemeinsames Internetportal nachzuweisen. Mithilfe von Metadaten und Webservices werden die Suche nach Daten und deren Nutzung unterstützt. Die MDI-DE hilft den Behörden in der Küstenzone bei der Erfüllung ihrer Berichtspflichten für EU-Rahmenrichtlinien wie MSRL und INSPIRE.
Das BMBF förderte 2010-2013 den Aufbau der Marinen Daten-Infrastruktur für Deutschland (MDI-DE), an der insgesamt 11 Bundes- und Landesbehörden aus den genannten Zuständigkeitsbereichen beteiligt waren. Seit April 2014 wird die MDI-DE dauerhaft als VKoopUIS-Projekt geführt und weiterentwickelt. Das Archiv dieser Projektseiten bis 01/2015 ist hier zu finden.

Weitere Informationen zu den Forschungszielen, Projektpartnern und Arbeitsplänen sowie zu den Vorarbeiten für Metadaten in NOKIS und den WebServices in der GDI-BSH erhalten Sie auf dieser Homepage, beim KFKI und in unseren Flyern Netzwerk für Meeresdaten. Portal Meer und Küste aus den Jahren 2010, 2012 und 2013. Der Abschlussbericht ist in der Zeitschrift Die Küste, 82 (2014) erschienen. 

Der Metadatensatz zum Projekt MDI-DE kann hier betrachtet werden.
 



    

                    

                

Die Aufgaben und Ziele

Synoptische Verzeichnisse

MDI-DE baut synoptische Verzeichnisse mariner Datenbestände mit einer einheitlichen fachlichen Datengrundlage auf. Damit steht ein qualitätsgesichertes Informationsangebot zur deutschen Küstenzone von Nord- und Ostsee sowie den angrenzenden Meeresgebieten zur Verfügung. Dieser standardisierte Zugang zu Fachdaten entlastet die Partnerdienststellen von Dienstleistungs-Routinearbeiten bei der Bedienung von Nutzeranfragen, Maßnahmenplanung und unterstützt die Interoperabilität.

Synergien

MDI-DE wird beim BSH angesiedelt. Es ist als operationelles Verfahren für den dauerhaften Einsatz der integrativen Datenbereitstellung und Aufbereitung konzipiert. Die Entwicklung und Implementierung internetbasierter integrierter multidisziplinärer Werkzeuge ermöglicht die gezielte Datenrecherche und die Erfüllung bestehender Informationspflichten. Insbesondere verfügt das Portal über Schnittstellen zur Bereitstellung von Daten für INSPIRE, GDI-DE und Portal U.

Erfüllung gesetzlicher Anforderungen

Mit den standardisierten Metadaten zur Dokumentation und den zugehörigen OGC-konformen Webservices zur Nutzung mariner Daten erleichtert MDI-DE wesentlich die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen von INSPIRE und anderer EG-Richtlinien. Die dort geforderten Informationsflüsse werden von der MDI-DE-Informationsinfrastruktur optimal unterstützt. Gleichermaßen berücksichtigt das Portal die Verpflichtungen gegenüber PortalU, WasserBLIcK, Natura2000-info, WISE-Marine und zukünftig auch SEIS.

Gezielte Suche dank Profilen

MDI-DE verbessert wesentlich die gezielte Suche nach speziellen Informationen auch über Themengrenzen hinweg. Außerdem ermöglicht das System eine präzisere Dokumentation der vorhandenen Daten. Dies wird zum einen erreicht durch die Weiterentwicklung und Anpassung der Metadaten-Profile für die Einsatzbereiche Küstenzone, Meeresumweltschutz und Meeresnaturschutz. Zum anderen trägt hierzu die Entwicklung eines praxisorientierten Metadatenprofils für Modelle und ihre Szenarien bei.

Werkzeuge nicht nur für Experten

MDI-DE entwickelt Prototypen für Tools zur Aggregation und Harmonisierung von Berichtsdaten als Vorbereitung für den Reportingprozess über die national zuständigen Stellen. Zur Darstellung von Zeitreihen, Profilen oder Karten wird der Marine Analyst des BSH erweitert, um einen nutzergesteuerten Zugriff auf die Daten zu ermöglichen. Transformationsdienste sollen angeboten werden zur Anpassung von Bezugssystemen und Kartenprojektionen, zur Umrechnung physikalischer und chemischer Einheiten sowie zur Gruppierung in festgelegte Begriffsklassen der Bio- oder Geowissenschaften. Der Küstengazetteer wird mit Historienverwaltung und Mehrsprachigkeit ausgebaut und ein Küstenthesaurus zur Bildung eines definierten Wortschatzes für den marinen Bereich angeboten.

 
 
 



    

                    

                

Leitszenarien der Projektpartner

Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

Ziel der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) ist es, bis 2020 einen guten Zustand der Meeresumwelt zu erreichen. Hierzu sollen Strategien entwickelt und umgesetzt werden, „um die Meeresumwelt zu schützen und zu erhalten, ihre Verschlechterung zu verhindern oder, wo durchführbar, Meeresökosysteme in Gebieten, in denen sie geschädigt wurden, wiederherzustellen“.   [mehr...]


    

                    

                

Ausbaumaßnahmen der Elbe

Im September 2006 wurde durch die Hamburg Port Authority (HPA) und das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg (WSA HH) ein Antrag auf Planfeststellung der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe bei den hierfür zuständigen Planfeststellungsbehörden eingereicht. Ziel dieses Antrages ist der Ausbau der Fahrrinne für Großcontainerschiffe mit mit einem Tiefgang bis zu 13,5 m tideunabhängig und bis zu 14,5 m tideabhängig. Innerhalb des Planfeststellungsverfahrens müssen die Bedenken um die ökologische Wirkung der Maßnahme   [mehr...]


    

                    

                

Raumplanung im marinen Bereich

Die in der AWZ bereits existierenden und noch zunehmenden vielfältigen Nutzungsansprüche durch Schifffahrt, Fischerei, Offshore-Aktivitäten, Windenergieparks, Meeresforschung und Marine können zu Konflikten untereinander bzw. mit den Zielen des Umwelt- und Naturschutzes führen. Die traditionellen Nutzungsarten haben starke Konkurrenz bekommen, um die vielfältigen Schutz- und Nutzungskonflikte zu lösen, wurden Raumordnungspläne für die verschieden Meeresgebiete entwickelt. Die Errichtung und der Betrieb von Anlagen in der AWZ, die   [mehr...]